3D Boom mit Ende – ein Blick hinüber

27. August 2010 by  

Während hierzulande alle noch dabei sind, die letzten Pennys von der Bank zu holen, um endlich den 1., 2., 3. oder auch letzten Saal zu digitalisieren, natürlich mit 3D-Möglichkeit, scheinen sich in den USA die Vorzeichen schon wieder zu wenden.Der hier Ende Juli gestartete TOY STORY 3 hat dort erstmals im Parallelabspiel (2D/3D) am Startwochenende weniger Zuschauer in die 3D-Vorführungen gelockt als in die herkömmlichen Vorstellungen. Wie das?
Bisher war es fast ein Gesetz, dass 2D eigentlich nur noch der Ballast der alten Zeit ist und dass die nicht ausgerüsteten Kinos entsprechend keine Chance haben, jemals so viele Zuschauer und erst recht so viel Umsatz zu holen. Die Süddeutsche fragt nach der Trendwende und US-Medien tun das ebenfalls nach. Bei „Avatar“ schauten in den USA 71% die 3D Fassung, bei der „Legende von Aang“ waren es nur noch 56%.

Vielleicht sollten sich Kinobetreiber also doch nicht verrückt machen, wenn sie montags die aktuellen 3D-Zahlen sehen und sich darüber ärgern, dass sie nichts vom Kuchen haben. Zumindest rückt damit die Finanzierbarkeit der Digitalisierung wieder größere Nähe. Digitalisierung ja, aber muss es die 20-30.000,- teurere und nicht förderwürdige Megavariante sein? Läuft sich der Trend tot? Wird 3D irgendwann so normal wie alles andere? Steht der Aufwand im Verhältnis zum Ertrag.

Auf jeden Fall kann man nicht einfach mehr den Aussagen des VdF aus dem März 2010 folgen, nach denen in Deutschland endlich der Roll-Out beginnen muss (3D), damit die vielen neuen Filme der Majors ordentlich ausgewertet werden können. Wenn man die Anzahl der Leinwände als Qualitäts-Flaschenhals sieht, dann ist es sogar gut, dass nicht jeder neue Film den Weg findet. Auf digitaleleinwand.de kann man sich mal einen kleinen Überblick verschaffen, was uns 2010/2011 noch erwartet und jeder kann dann beurteilen, ob 3D notwendig für den Kinogenuss oder die Verleihkasse ist.


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