Moviac – ein ambitioniertes Projekt wider das Home-Cinema

13. August 2010 by  

Vor zwei Jahren habe ich in Baden-Baden mal zwei Jungs kennengelernt: die beiden Gründer von Moviac. Was damals noch sehr vage klang, ist inzwischen ein ausgereiftes Produkt, welches man mit „Kino-on-demand“ (Digitale Leinwand) wirklich gut beschreiben kann.

Es gibt viele Kino- und Filmplattformen im Internet, die Unübersichtlichkeit ist groß und jeder User ist auch Rezensent und Literat zugleich. Was ist also der Mehrwert von Moviac?

Das System ist denkbar einfach: Die Filmdatenbank von Moviac wird allmählich mit neuen und alten Filmen gefüllt, wobei die Betreiber darauf achten, ob es noch existierende Kopien/Rechte gibt. Die User sollen sich nun anmelden, Ihre Lieblingsfilme voten und zugleich in einer Paralleldatenbank Ihre Lieblingskinos melden oder wählen.

Sollte sich nun im Umkreis eines bestimmten Standortes / Kinos eine kritische Masse von Usern befinden, die alle denselben Film im Kino schauen wollen, kann das entsprechende Kino den Film disponieren und einen Termin ansetzen. Abgesichert wird das über den Kartenvorverkauf von Moviac. Erst wenn ausreichend User Karten für den bestimmten Termin gekauft haben, wird der Termin bestätigt.

So einfach kann das sein. Nun sind inzwischen zwei Jahre vergangen, Moviac hat den Innovationspreis bei der FFA gewonnen und man kann nur hoffen, dass möglichst viele Kinobetreiber sich zukünftig aktiver an diesem System beteiligen. Auf dass die Home-Cinema-Fans irgendwann nicht mehr sagen müssen: „Den Film würde ich gerne mal im Kino schauen, aber die zeigen den schon lange nicht mehr.“

Also USER: anmelden, voten, dabei sein und KINOBETREIBER: anmelden, Input geben und Veranstaltungen abgrasen.


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